Chieming. „Brutal heiß war’s“, aber „schee und griabig war’s“ – so war es im Ziel des 2. Firmenlauf Chiemgau in Chieming am Donnerstagabend andauernd zu hören. Knapp 1400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten bei hochsommerlichem Wetter an dem After-Work-Event am Chiemsee mitgemacht – fast doppelt so viele wie bei der ohnehin schon erfolgreichen Premiere im vergangenen Jahr. 124 Unternehmen, Behörden und Einrichtungen haben ihre Teams geschickt, um gemeinsam unter dem Motto „Gesunde Firmen laufen länger“ auf die knapp fünf Kilometer lange Strecke zu gehen. Läufer und Walker, Hobbysportler und Profis, ambitionierte und auch verkleidete Teams genossen die Stimmung.

„Das ist so eine schöne Gegend, es ist gut organisiert und bei dem Wetter macht es schon Spaß“, fasste der Leichtathlet und dreifache Deutsche Meister über 800m, Benedikt Huber, zusammen. Chiemings Bürgermeister Benno Graf freute sich über das große Teilnehmerfeld, „zeigt es doch den tollen Zusammenhalt hier in der Region. Dr. Birgit Seeholzer, Geschäftsführerin der Wirtschaftsförderung Traunstein, sprach von einer „wunderbaren Veranstaltung“. 

Der Start des Firmenlauf Chiemgau 2019

Der Start des Firmenlauf Chiemgau 2019

Nach Feierabend trafen sich die Chiemgauer Firmenläufer an dem Areal, das auch Austragungsort für den an diesem Wochenende anstehenden 8. EBERL Chiemsee Triathlon ist. Nach einem Warm-Up mit einem Team der Fitness World Traunstein ging es los. Wie eine Perlenkette vor malerischer Kulisse zog sich die Masse von Chieming aus bis nach Schützing und am Chiemsee-Ufer entlang zurück. 

Spaß und Erlebnis stehen im Vordergrund

Sieger Firmenlauf Chiemgau 2019Auch wenn der Spaß und das gemeinsame Erlebnis beim Firmenlauf Chiemgau im Vordergrund steht, gab es nach dem sportlichen Teil im proppenvollen Festzelt noch Ehrungen. Als erster im Ziel war nach etwas über einer Viertelstunde Florian Holzinger vom Staatlichen Bauamt Traunstein. „Die Kollegen haben mir gesagt, lauf Du schneller, damit wir langsamer laufen können – und das habe ich gemacht“, sagte er im nach seinem Powerlauf.

Knapp eineinhalb Minuten später war auch mit Laura Tomaschko auch schon die schnellste Frau im Ziel (Team Kliniken Südostbayern). Die schnellsten Chefs waren Franz Hofstetter von hofsttetter cad (17:14 ) und Katharina Bachmann aus der Praxis Vachendorf (23:30). Die fittesten Nachwuchskräfte waren Peter Neuhauser von Plereiter CNC-Technik (19:11) und Martina Schrobenhauser von Haumann & Fuchs (21:13). Die fixesten in der „Rentner“-Wertung hießen Hans Räder von Bettinas Keimbackstube (21:12) sowie Sabine Matheis vom Team Kliniken Südostbayern (32:31). Ihre Teamkollegen im „Team Kliniken Südostbayern I“ holten sich auch die Mannschaftswertung vor dem „Staatlichen Bauamt Traunstein I“ und der „Brückner Group I“.

Mit 82 Finishern stellte das Team Kliniken Südostbayern auch die meisten Teilnehmer und sicherte sich den ersten Platz in der Wertung „Die Fittesten“ vor Knottler (35) und Team Bergader (33). Gewinner der „Handwerksmeisterschaft“ war das Team von Pohlig. Ihnen folgten die Posch Bau GmbH und die Bäckerei Stumhofer. „Sensationell“ fand es das Team „Rad und Sport Schneider“, da wussten sie noch gar nicht, dass sie in der Wertung „Kreativstes Team“ abgeräumt haben. Sie waren in Ski- und Bergsteigerausrüstung angetreten – und hatten damit die Konkurrenz unter anderem des Modehauses Haider, das ein halbes Dutzend Sportler im Marathon-erprobten Business Anzug des fränkischen Herstellers Carl Gross ins Rennen geschickt hatte. 

Vier Teilnehmerinnen und Teilnehmer mussten ärztlich behandelt werden. Ihnen gehe es nach aktuellen Informationen den Umständen entsprechend gut.