Die Distanzen des Firmenlaufes sind so gewählt, dass jeder sie schaffen kann. Knapp fünf Kilometer gilt es zu absolvieren, das Tempo ist Nebensache. Egal ob Sie laufen oder walken – am Ende zählt das Dabeisein, die Freude an der Bewegung und das Team-Erlebnis.

Der Firmenlauf kann jedoch auch ein Impuls sein, seinen (Arbeits-) Alltag in Zukunft aktiver zu gestalten. Schließlich hat ein Mindestmaß an Bewegung für die Gesundheit eine immense Bedeutung. Vielleicht lassen Sie und Ihre Kollegen sich von dem Event inspirieren und nutzen den Feierabend öfter, um gemeinsam eine Runde Sport zu machen. 

Sie werden feststellen, oft freut man sich nach einem stressigen Büro-Tag auf die Aktivität an der frischen Luft. Manchmal, dessen muss man sich ebenso bewusst sein, kostet das Schnüren der Laufschuhe aber auch Überwindung. Dann können die Kollegen den nötigen Motivationsschub liefern, um dennoch in die Gänge zu kommen.

Haben Sie Lust bekommen? Der Start in ein regelmäßiges Training erfordert nicht viel: Legere Kleidung, ein gutes Paar Sportschuhe und einen ärztlichen Check. Der Beginn eines sportlichen Projekts bietet die perfekte Chance eine Rundum-Vorsorge wahrzunehmen. Wir haben uns dazu mit Sportmediziner Dr. Möckel unterhalten.

Hallo Herr Dr. Möckel,

gerade Frühjahr und Sommer locken Sportler und die, die es werden möchten, ins Freie. Warum ist es wichtig, zu Beginn des Trainings einen ärztlichen Check zu machen?

Von Fachgesellschaften wird eine sportmedizinische Vorsorgeuntersuchung aus 2 wichtigen Gründen empfohlen: Zum einen geht es darum nachzuschauen, ob aus gesundheitlicher Sicht alles ok für das folgende Training ist. Oder ob ggf. Einschränkungen aus internistischer Sicht (u.a. EKG, Blutdruck) und orthopädischer Sicht (u.a. Gelenkbeschwerden, Überlastungen) vorhanden sind. Diese gilt es dann gezielt anzugehen. Zum anderen können mittels eines sportmedizinischen Vorsorgeuntersuchung Belastungsbereiche für ein sinnvolles und effektives Training festgelegt werden. Viele Krankenkassen gewähren ihren Mitgliedern mittlerweile Zuschüsse für diese Untersuchung, wenn diese bei dafür zugelassenen Sportmedizinern durchgeführt werden.

Ihr Team bietet auch betriebliche Gesundheitsprogramme an. Welche Unterschiede finden Sie in Firmen, die bereits auf Aktivität  und Firmengesundheit Wert legen und denen, die erst am Anfang stehen?

Die Praxis und auch viele wissenschaftliche Untersuchungen zeigen, dass körperlich aktive Mitarbeiter gesünder und belastbarer sind. Insbesondere für Stress und psychische Belastungen ist Bewegung ein entscheidender Baustein für ein Mehr an Gesundheit. Und falls Bewegung gemeinsamer in der Gruppe betrieben wird, trägt dies zu einem besseren Teamgefühl bei. Und nebenbei wird vielleicht sogar das eine oder andere Problem geklärt.

Warum lohnt es sich aus ärztlicher Sicht, ein individuelles, regelmäßiges Bewegungs- oder Sportprogramm zu verfolgen?

Mittlerweile gibt es eine Vielzahl von wissenschaftlichen Studien, die belegen, dass Bewegung und Sport vielfältige gesundheitliche Vorteile haben. Kurz zusammengefasst geht es um folgendes:
1. Möglichst erst gar nicht an einer so genannten Zivilisationskrankheit wie u.a. Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes zu erkranken.

2. Bei ggf. bestehenden Erkrankungen Bewegung als Therapie zu nutzen, um evtl. auch Medikamente reduzieren zu können.

3. Einen entscheidenden Beitrag für mehr Wohlbefinden und eine verbesserte Leistungsfähigkeit zu leisten.

Von daher steht eigentlich nicht mehr die Frage „Ob“ im Raum, sondern „Wie“ wir dies am besten umsetzen.

Gerade zu Beginn ist der Trainings-Enthusiasmus oft groß. Vor welchen Fehlern warnen Sie und wie kann man diese vermeiden?

Insbesondere für diejenigen, die möglicherweise im Winter etwas weniger in Bewegung waren, besteht die Gefahr eines zu intensiven Belastungseinstieges. Denn die sportliche Form ist sicherlich nicht mehr auf dem Niveau des letzten Jahres. Wenn dann der Einstieg in eine schon länger bestehende Trainingsgruppe erfolgt, kann dies schnell zu Überlastungen führen. Von daher: In der Ruhe liegt die Kraft. Den Trainingseinstieg langsam vollziehen. Zuerst die Häufigkeit steigern (von 1 bis 3x pro Woche), dann die Dauer der Belastung langsam erhöhen und erst zum Schluss die Intensität steigern. Neben dem Ausdauertraining auch ein Stabilisierungs- oder Krafttraining nicht vergessen. Dies beugt Überlastungsbeschwerden vor und hilft bei der Leistungssteigerung.

Vielen Dank für das Interview!

Mehr Informationen zur Arbeit von Dr. Möckl finden Sie auf der Website des Instituts für Prävention und Sportmedizin in Regensburg. 

Wenn der Firmenlauf auch ihr Kickstarter zum aktiven Lebensstil sein soll: Melden Sie sich doch einfach an!

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